Haus Marienthal gewinnt Fußballturnier

Die Gewinner in der Altersklasse der 15-17-jährigen beim 27. Pater-Lunkenbein-Turnier:

Haus Marienthal (blaue Trikots)

Daneben die Sieger in der Altersklasse der 10 - 14-jährigen, das Jugendhilfezentrum Pfaffendorf

 

Das "Obermain Tagblatt" berichtete über das Turnier wie folgt:

Von Fußball und verblassender Erinnerung
Am Buß- und Bettag gab es das 27. Gedenkturnier für den Döringstadter Salesianerpater und Märtyrer


EBENSFELD

Einigen ist er noch ein Begriff. Aber es werden von Jahr zu Jahr weniger. Am Buß- und Bettag fand das 27. Gedenkturnier für den Döringstadter Selesianerpater und Glaubenszeugen Lateinamerikas Rudolf Lunkenbein statt. Alljährlich treten Kinder und Jugendliche aus Jugendhilfe-Einrichtungen und aus Orten, die mit dem Leben des Märtyrers verwobensind, gegeneinander in der Turnhalle der Ebensfelder Pater-Lunkenbein-Schule an.

"Es ist schön, dass das Gedenken aufrecht erhalten wird", sagt Schirmherr Christian Lunkenbein, der Neffe des Paters. Fragt man die Kinder und Jugendlichen, wer denn dieser Rudolf Lunkenbein gewesen sei, kommen nur sporadisch Antworten. Aus allen lässt sich ein Bild basteln. "Dass er Salesianer war", weiß der zwölfjährige Leon Kümpel vom "Don Bosco Jugendwerk Bamberg". Der 17-jährige Dominik Lorrei erzählt: "Er hat in Brasilien für die Rechte der Indianer gekämpft und wurde deswegen ermordet. In unserem Kreuzgang hängt eine Gedenktafel." Dominiks 15-jähriger Teamkollege vom "Marianum Buxheim", Felix Krauthahn, fügt an: "Pater Lunkenbein war bei uns im Internat." Lunkenbeins vorbildlicher,  aufopferungsvoller Einsatz für andere aus tiefem Glauben heraus kann noch heute Vorbild sein. Ein Grund, weshalb Florian Nägele, Sozialpädagoge des Bamberger Sankt Josefsheims
alljährlich das Turnier organisiert: "Ich finde es schön, beim Sport in der Jugendhilfe, dass nicht die oben stehen, die sonst oft Erfolg haben, sondern ganz andere. Zum Beispiel Jugendliche, die Schwierigkeiten in Schule oder Umfeld haben." Nein, auf Defizite werden sie beim Sport nicht reduziert. Vielmehr steht der Teamgeist im Vordergrund.
Schirmherr Christian Lunkenbein, der überdies sein Döringstadter Team betreute, konstatiert: "Es gab starke Mannschaften und spannende Spiele. Oft waren die Gegner gleichwertig. Aber einige Teams ragten heraus." Insbesondere das Jugendzentrum Pfaffendorf, das im Finale der Altersklasse der Zehn- bis 14-Jährigen die Sportfreunde Döringstadt mit 6:1 schlug und mit dem 13-jährigen Michael Döbereiner den Torschützenkönig stellte. Und das Haus Marienthal bei Schweinfurt, das im Endspiel der 15- bis 17-Jährigen gegen die Pater-Lunkenbein-Schule- Ebensfeld mit 8:0 gewann.

"Es ist schön, dass das Gedenken aufrecht erhalten wird."
Christian Lunkenbein

So war das Pater-Lunkenbein-Gedenkturnier ganz im Sinne des Salesianers: Fußball, ganz egal, wer man ist, wo man herkommt und welchen sozialen und persönlichen Hintergrund man hat. Wider das Vergessen bietet das Turnier eine große Chance. Deshalb müssen sich Organisator, das "Don Bosco Jugendwerk Bamberg", und Gastgeber, die Pater-Lunkenbein-
Schule Ebensfeld, die Frage gefallen lassen, warum denn keine Gedenk- und  Informationstafel aufgestellt wurde oder ein Impuls vor dem Turnier stattfand, wie es beides noch vor zwei Jahren der Fall war.

Mehr zu Pater Lunkenbein gibt es auch im Internet unter www.doeringstadt.de.

 
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